Institut für Thermische
Strömungsmaschinen und
Maschinenlaboratorium
Pfaffenwaldring 6
70569 Stuttgart
Deutschland
 
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Geschichte

1878 bis 1920

Das Institut für Thermische Strömungsmaschinen und Maschinenlaboratorium (ITSM) wurde im Rahmen der Tätigkeit von Carl von Bach gegründet, der 1878 am Polytechnikum Stuttgart zum Ordinarius für Hebezeuge, Maschinenbauelemente, Dampfmaschinen und Dampfkessel berufen wurde. Wenige Jahre später, im Jahr 1890, wurde das Polytechnikum Stuttgart zur Technischen Hochschule. Carl von Bach war selbst der erste Professor, der innerhalb technischer Ausbildungsfächer neben den üblichen Vorlesungen, zusätzliche praktische Tätigkeiten an Maschinen einführte. Zu diesem Zweck begann er 1880 mit dem Aufbau eines Ingenieurlaboratoriums in Stuttgart-Berg. 1886 nahm der reguläre Praktikumsbetrieb seinen Anfang. 1897 gelang es Bach Mittel für einen Laborneubau in Stuttgart-Berg bewilligt zu bekommen, der im Jahr 1900 fertiggestellt werden konnte. Vor dem Eingang des derzeitigen Institutsgebäudes befindet sich noch heute der Türsturz des ehemaligen Ingenieurlaboratoriums, der die Inschrift ''Ingenieur-Laboratorium der K. Techn. Hochschule'' trägt und nach dessen Abriss 1967 von Berg nach Vaihingen gebracht wurde.

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1920 bis 1948

Anfang der 20er Jahre wurde Professor Bantlin neuer Institutsleiter, und 1929 folgte diesem August Wewerka nach. Aufgrund des starken Aufkommens und der Weiterentwicklung von Dampfturbinen in jener Zeit fokussierten sich die Institutstätigkeiten auf dieses Forschungsfeld, das ferner mit in den Lehrplan aufgenommen wurde. In den Jahren 1934 bis 1937 ließ Ferdinand Porsche den späteren Volkswagenmotor in verschiedenen Varianten im Ingenieurlaboratorium messtechnisch untersuchen.

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1948 bis 1970

Im Jahr 1948 übernahm Ulrich Senger, zuvor Chefingenieur und Direktor der Dampfturbinenproduktion der Firma BBC, den Lehrstuhl und wurde Ordinarius für Dampfturbinen und Dampfkraftanalagen. 1954 übernahm Ulrich Senger zusätzlich das Lehrgebiet für Turboflugtriebwerke. Ingesamt ist seine Amtszeit von einer starken Ausdehnung der Tätigkeitsfelder des Instituts geprägt, die nun von Dampf- und Gasturbinen, über Turbolader, bis hin zu Turboflugtriebwerken reichen und sich in der damaligen Institutsbezeichnung ''Institut für Turboflugtriebwerke, Wärmeströmungsmaschinen und Maschinenlaboratorium'' widerspiegeln. 1958 wurde der Neubau des Hochschulzentrums in Vaihingen beschlossen, wobei Ulrich Senger den Bau des heutigen Institutsgebäudes sowie eines Höhenprüfstandes initiierte. Sowohl das Lehrgebiet Turboflugtriebwerke als auch der neu errichtete Höhenprüfstand wurde Ende der 60er Jahre in den ausgegliederten Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik überführt.

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1970 bis 1986

Neuer Leiter des Lehrstuhls sowie des nun in ''Institut für Thermische Strömungsmaschinen und Maschinenlaboratorium'' umbenannten Instituts war in den Jahren 1970 bis 1986 Jakob Wachter, vormals Leiter der Versuchsabteilung für Dampf- und Gasturbinen der KWU Mülheim (Siemens). In seiner Amtszeit wurden zwei Dampfturbinenversuchsstände errichtet sowie weitere Prüfstände für Turbolader, Ventilatoren und andere Turbomaschinenkomponenten und die dazugehörige messtechnische Ausstattung zur computergestützten Messwerterfassung, -verarbeitung und -auswertung installiert. Darüber hinaus zählten zu den neuen Tätitgkeitsfeldern des Instituts nun die numerische Untersuchung von Strömungen und Schwingungen in Turbomaschinen.

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1986 bis heute

Nach dem Tod Jakob Wachters im Jahr 1986 führte sein Stellvertreter Dr. Joachim Messner das Institut bis zur Übernahme der Institutsleitung durch Heinz Stetter im Jahr 1989, dessen Amtszeit bis zu seiner Erkrankung im Jahr 2000 reichte. Institutsleiter in den Jahren 2003 bis 2011 war Michael Casey. Seit August 2013 ist Damian Vogt neuer Institutsleiter und Inhaber des Lehrstuhls, der fortan ''Thermische Turbomaschinen'' heißt.

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